Cremige Avocado, fruchtige Mango, würzig marinierte Karotten und getrocknete Tomaten: Dieses vegane Sushi bringt ganz unterschiedliche Aromen in eine kleine Rolle. Eine selbst gemachte Hefeflocken-Paste und nach Belieben gehackte Walnüsse machen die Füllung besonders abwechslungsreich.
Wir essen die Sushi-Rollen gerne zu zweit als vollständige Hauptmahlzeit. Sie sind aber auch eine schöne Vorspeise, wenn Gäste kommen. Die Füllungen lassen sich gut vorbereiten und nach Geschmack kombinieren – und nach etwas Zeit im Kühlschrank schmeckt das Sushi besonders gut.
Allergene
Enthält Soja und Sesam bzw. Sesamöl sowie bei Verwendung der optionalen Walnüsse Nüsse. Herkömmliche Sojasauce enthält meist Weizen und damit Gluten. Für eine glutenfreie Variante glutenfreie Sojasauce wählen. Bei Wasabi und eingelegtem Ingwer die Zutatenlisten auf weitere Allergene prüfen.
Auf einen Blick
🍽️ Menge: ca. 4–6 Rollen / 20–24 Stücke, je nach Rollengröße
🌿 Als Vorspeise für Gäste oder Hauptmahlzeit für 2 Personen
🕒 Vorbereitung: ca. 30–40 Minuten; aktive Arbeit insgesamt einschließlich Rollen und Schneiden ca. 45–60 Minuten
🔥 Reis kochen: ca. 12–15 Minuten + 10 Minuten Ruhezeit
⏳ Marinieren: ca. 15–20 Minuten, parallel zu anderen Schritten
🕒 Zubereitungsdauer ohne zusätzliche Kühlzeit: ca. 75–90 Minuten einschließlich Koch-, Ruhe- und Abkühlzeiten; mehrere Schritte laufen parallel
❄️ Empfohlene Kühlzeit: 2–4 Stunden (optional)
🕒 Gesamtzeit mit Kühlzeit: ca. 3 Stunden 15 Minuten bis 5 Stunden 30 Minuten
Zutaten
Für den Sushi-Reis
- 250 g Sushi-Reis
- 300 ml Wasser
- 2 EL Reisessig
- 1 EL Zucker
- ½ TL Salz
Für die Füllung
- 1 reife Avocado
- ½ reife Mango
- 1 kleine Karotte (ca. 80–100 g)
- 8–10 getrocknete Tomaten
- 2–3 EL Hefeflocken-Paste (siehe unten)
- Etwas Limettensaft für die Avocado
- Gehackte Walnüsse nach Geschmack (optional)
Für die Karottenmarinade
- ½ TL Liquid Smoke (optional)
- 1 TL Sojasauce
- 1 TL Ahornsirup
- 1 TL Sesamöl
- 1 Prise Kala Namak
Für die Hefeflocken-Paste
- 3 EL Hefeflocken
- 1–2 TL Wasser oder Limettensaft
- 1 TL Ahornsirup
- 1 Prise Kala Namak
- ½ TL Knoblauchpulver (optional)
Optionale Tomatenmarinade mit Granatapfelsirup
- 1 EL Granatapfelsirup
- 1 TL Reisessig
- 1 Prise Sumach
Optionale Tomatenmarinade mit Rübensirup
- 1 EL Zuckerrübensirup
- 1 TL Sojasauce
- 1 Prise Pul Biber
Die Tomaten schmecken auch ohne zusätzliche Marinade. Wenn du beide Varianten ausprobieren möchtest, teile die Tomatenstreifen auf zwei Portionen auf.
Zum Rollen und Garnieren
- 4–6 Nori-Blätter
- Etwas heller und schwarzer Sesam
Außerdem brauchst du
- Eine Bambus-Sushi-Matte
- Eine kleine Schüssel Wasser
- Einen Küchenpinsel, vorzugsweise aus Silikon
Zum Servieren (optional)
- Sojasauce
- Veganer Wasabi
- Eingelegter Ingwer
So gehst du vor
1. Sushi-Reis waschen
Den Sushi-Reis drei- bis viermal mit kaltem Wasser waschen, bis das Wasser weitgehend klar bleibt. Abgießen und ungefähr 10 Minuten abtropfen lassen.
2. Reis kochen
Den Reis mit 300 ml Wasser in einem Topf aufkochen. Die Hitze reduzieren und bei geschlossenem Deckel ca. 12–15 Minuten sanft garen. Vom Herd nehmen und weitere 10 Minuten mit geschlossenem Deckel ruhen lassen.
3. Sushi-Reis würzen
Reisessig, Zucker und Salz vorsichtig erwärmen, bis sich Zucker und Salz aufgelöst haben. Die Mischung etwas abkühlen lassen. Den gegarten Reis in eine breite Schüssel geben und die Würzmischung behutsam unterheben. Zügig auf lauwarme Temperatur abkühlen lassen und anschließend zeitnah weiterverarbeiten. Den Reis nicht heiß auf die Nori-Blätter geben.
4. Karotten vorbereiten und marinieren
Die Karotte schälen und mit einem Sparschäler oder Julienne-Schneider in feine, dünne Streifen schneiden.

Die Karottenstreifen in kochendem Salzwasser ca. 1–2 Minuten blanchieren, kalt abschrecken und gut abtropfen lassen. Mit Sojasauce, Ahornsirup, Sesamöl und Kala Namak vermengen. Wer ein rauchiges Aroma mag, ergänzt ½ TL Liquid Smoke. Etwa 15–20 Minuten marinieren lassen. Liquid Smoke ist optional: Auch ohne Raucharoma wird die Marinade schön würzig.
5. Getrocknete Tomaten vorbereiten
Die getrockneten Tomaten in schmale Streifen schneiden. Für die beiden optionalen Marinaden die Tomaten aufteilen: Eine Hälfte mit Granatapfelsirup, Reisessig und Sumach, die andere mit Zuckerrübensirup, Sojasauce und Pul Biber vermengen. Etwa 10–15 Minuten ziehen lassen. Alternativ die Tomaten ohne zusätzliche Marinade verwenden.
6. Hefeflocken-Paste herstellen
Hefeflocken, Wasser oder Limettensaft, Ahornsirup und Kala Namak verrühren. Nach Wunsch Knoblauchpulver ergänzen. Die Flüssigkeit nach und nach zugeben, bis eine cremige, gut streichfähige Paste entsteht.
7. Avocado und Mango vorbereiten
Die Avocado halbieren, entkernen, schälen und in dünne Streifen schneiden. Mit etwas Limettensaft beträufeln. Die Mango schälen, das Fruchtfleisch vom Kern lösen und ebenfalls in dünne Streifen schneiden.
8. Sushi-Arbeitsplatz vorbereiten
Die Bambusmatte auf die Arbeitsfläche legen. Ein Nori-Blatt mit der glänzenden Seite nach unten darauf platzieren. Füllungen, lauwarmen Sushi-Reis und eine Schüssel Wasser mit Küchenpinsel griffbereit aufstellen.

9. Reis auf dem Nori-Blatt verteilen
Mit einem Esslöffel eine dünne, möglichst gleichmäßige Schicht Reis auf dem Nori-Blatt verteilen, ungefähr 1 cm dick oder etwas dünner. Am oberen Rand etwa 1–2 cm frei lassen. Den Reis nicht zu fest andrücken.
10. Sushi befüllen
Ungefähr 1 TL Hefeflocken-Paste auf dem Reis verstreichen. Nach Geschmack mit 2–3 Avocadostreifen, 2–3 Mangostreifen, 3–4 Karottenstreifen und 1–2 Tomatenstreifen belegen. Wer mag, ergänzt geröstete, gehackte Walnüsse. Die beiden Tomatenmarinaden können abwechselnd verwendet werden. Die Füllung sparsam dosieren, damit sich die Rolle gut schließen lässt.

11. Sushi rollen
Die Bambusmatte von der unteren Kante her anheben und das Nori-Blatt mitsamt der Füllung vorsichtig, aber ausreichend fest einrollen. Darauf achten, dass die Matte nicht mit eingerollt wird. Die freie Nori-Kante mit etwas Wasser bestreichen und andrücken. Die fertige Rolle mit der Naht nach unten ablegen. Mit den übrigen Nori-Blättern und Füllungen ebenso verfahren.

12. Sushi schneiden und nach Wunsch kühlen
Die Rollen mit einem sehr scharfen, leicht angefeuchteten Messer in jeweils ungefähr 4–6 Stücke schneiden. Das Messer zwischen den Schnitten reinigen bzw. erneut befeuchten. Für mehr Aroma das Sushi nach Wunsch 2–4 Stunden gut abgedeckt im Kühlschrank durchziehen lassen. Du kannst die Rollen auch im Ganzen kühlen und später aufschneiden – beides funktioniert gleichermaßen gut.

13. Anrichten und servieren
Die Sushi-Stücke auf einer Platte anrichten und nach Wunsch mit hellem und schwarzem Sesam bestreuen. Optional Sojasauce, veganen Wasabi und eingelegten Ingwer dazu reichen.
Tipps für gelungenes Sushi
- Reis locker verteilen: Eine zu fest angedrückte Reisschicht erschwert das Rollen und Schneiden.
- Füllung sparsam dosieren: So lassen sich die Rollen gut schließen und die Nori-Blätter reißen nicht so leicht.
- Messer anfeuchten: Eine scharfe, feuchte Klinge sorgt für saubere Schnitte.
- Liquid Smoke nach Geschmack: Die Karottenmarinade schmeckt auch ohne Raucharoma würzig.
- Tomaten variieren: Probiere die beiden Sirupmarinaden oder verwende die Tomaten ohne zusätzliche Marinade.
Sushi vorbereiten und durchziehen lassen
Am besten schmeckt das Sushi, wenn es etwas durchziehen darf! Die fertig gerollten Sushi-Rollen schmecken besonders gut, wenn sie vor dem Servieren noch etwa 2–4 Stunden im Kühlschrank ruhen. Während dieser Zeit können sich die Aromen der verschiedenen Füllungen miteinander verbinden.
Das macht das Rezept ideal für Gäste: Bereite die Rollen bereits am Vormittag vor, wenn du sie am Nachmittag oder Abend servieren möchtest. Du kannst sie im Ganzen oder bereits aufgeschnitten kühlen – beides funktioniert gleichermaßen gut. Bis zum Servieren gut abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren, damit sie nicht austrocknen.
Wegen des gekochten Reises den Sushi-Reis nach der Zubereitung zügig abkühlen lassen, die fertigen Rollen bzw. Stücke zeitnah kühlen und nicht längere Zeit bei Raumtemperatur stehen lassen. Möglichst noch am selben Tag genießen.
Serviervorschlag
Als Vorspeise für Gäste kannst du die Sushi-Stücke auf einer großen Platte anrichten und Sojasauce, veganen Wasabi und eingelegten Ingwer in kleinen Schälchen dazu reichen. Zu zweit essen wir die Rollen auch gerne als sättigende Hauptmahlzeit. Mango, Avocado, würzige Tomaten und marinierte Karotten bringen schon viel Geschmack mit – zusätzliche Dips sind ganz nach Lust und Laune.
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