Dieses selbst gemachte Döner-Vleisch aus Seitan kommt ganz ohne fertige Döner-Gewürzmischung aus. Aromatische Gewürze, eine herzhafte Marinade und kräftiges Anbraten sorgen für viel Geschmack und eine angenehm leichte Schärfe.
Das Besondere ist die Konsistenz: Dünne, leicht unregelmäßig geschnittene Streifen werden an den Rändern knusprig, während etwas dickere Stellen weich und saftig bleiben. Das passt in Wraps und Fladenbrot, auf den Dönerteller oder als Topping für Bowls und Salate.
Die Menge eignet sich gut für den Vorrat: Einen Teil des gegarten und marinierten Seitans kannst du vor dem Anbraten portionsweise einfrieren und später frisch in die Pfanne geben.
Auf einen Blick
🥙 Menge: ca. 6 großzügige Wrap-Füllungen
🕒 Vorbereitung: ca. 25 Minuten aktive Teigzubereitung und Portionierung
⏸️ Teigruhe: 10 Minuten
🔥 Garzeit: ca. 30 Minuten
❄️ Abkühlzeit: bis vollständig abgekühlt, abhängig von Stückgröße und Umgebung
⏳ Marinierzeit: mindestens 30 Minuten
🍳 Bratzeit: ca. 10–15 Minuten, je nach Pfanne und Portionsgröße
👩🏼🍳 Aufwand: mittel
📦 Meal Prep: geeignet · Einfrierbar: ja
Zutaten
Für den Seitan-Teig
- 250 g Seitan-Fix
- 80 g Weizenmehl
- 330 ml Wasser
- 3 TL Gemüsebrühepulver
- 30 ml Sojasauce
- 2 EL Hefeflocken
- 2 TL Paprikapulver, edelsüß
- 1 TL Knoblauchpulver
- 1 TL Zwiebelpulver
- 1 TL Oregano, getrocknet
- ½ TL schwarzer Pfeffer
- 1 gestrichener TL Salz
Zum Garen
- Ausreichend Gemüsebrühe, etwa 3–4 Liter, abhängig von der Topfgröße
- 4 Lorbeerblätter
Für die Döner-Gewürzmischung
- 4 TL Paprikapulver, edelsüß
- 1 TL Paprikapulver, geräuchert
- 2 TL Koriander, gemahlen
- 2 TL Oregano, getrocknet
- 1 TL Thymian, getrocknet
- ½ TL Kreuzkümmel, gemahlen
- 1 TL Sumak
- 1 TL Pul Biber
- ½ TL schwarzer Pfeffer
- 2 kleine Prisen Zimt
Für die Marinade
- 60 g neutrales Pflanzenöl
- Die gesamte oben aufgeführte Döner-Gewürzmischung
- 2 TL Tomatenmark
- 2 TL Sojasauce
- 2 TL Zitronensaft
- 2 kleine Knoblauchzehen, fein gerieben
- Salz nach Bedarf
Zum Anbraten: bei Bedarf wenig zusätzliches Pflanzenöl.
Allergenhinweis: Enthält Gluten und Soja. Prüfe die Zutatenliste deiner Gemüsebrühe und der verwendeten Gewürze auf weitere Allergene, insbesondere Sellerie.
So gehst du vor
1. Teig herstellen
Seitan-Fix, Weizenmehl, Hefeflocken, Paprikapulver, Knoblauchpulver, Zwiebelpulver, Oregano, Pfeffer und Salz gründlich vermischen. Das Gemüsebrühepulver im Wasser auflösen und die Sojasauce hinzufügen. Die Flüssigkeit zu den trockenen Zutaten geben und alles etwa 5 Minuten zu einem elastischen Teig verkneten. Anschließend etwa 10 Minuten ruhen lassen.
2. Teig portionieren
Den Teig in 16 ungefähr gleich große Stücke teilen. Sie müssen nicht perfekt rund oder gleichmäßig geformt sein.

3. Seitan garen
Die Gemüsebrühe mit den Lorbeerblättern in einem ausreichend großen Topf erhitzen. Die Seitanstücke vorsichtig hineingeben und bei niedriger bis mittlerer Hitze etwa 30 Minuten sanft köcheln lassen. Die Brühe soll nicht stark sprudelnd kochen, damit der Seitan seine angenehme Konsistenz behält.

4. Abkühlen und schneiden
Die gegarten Stücke aus der Brühe nehmen, gut abtropfen und vollständig abkühlen lassen. Mit einem scharfen Messer in möglichst dünne, leicht unregelmäßige Streifen oder Scheiben schneiden. Unterschiedliche Stärken sind ausdrücklich erwünscht: Dünne Stellen werden beim Braten knusprig, dickere bleiben weich und saftig.

5. Würzen und marinieren
Alle Zutaten der Döner-Gewürzmischung in einer kleinen Schüssel vermengen. In einer größeren Schüssel Pflanzenöl, Tomatenmark, Sojasauce, Zitronensaft, Knoblauch und die gesamte Gewürzmischung gründlich verrühren. Die Seitanstreifen sorgfältig untermischen, bis alle Stücke gleichmäßig benetzt sind. Mindestens 30 Minuten marinieren lassen. Für mehr Aroma mehrere Stunden oder über Nacht abgedeckt im Kühlschrank durchziehen lassen.
6. Knusprig anbraten
Eine große Pfanne erhitzen und den marinierten Seitan portionsweise bei mittlerer bis hoher Hitze kräftig anbraten, bis er schön gebräunt ist. Die Pfanne nicht überfüllen, damit der Seitan brät und nicht dämpft. Dünne Stellen dürfen knusprig werden, während dickere Stücke weich und saftig bleiben. Bei Bedarf wenig zusätzliches Öl verwenden.
7. Servieren
In Wraps oder Fladenbrot mit Salat, Tomaten, Gurken, Rotkohl, Zwiebeln und einer Knoblauch-Sojaghurt-Sauce servieren. Das Döner-Vleisch passt auch zu Reis und Kartoffeln oder als Topping auf Salate und Bowls.
Meine Tipps
- Konsistenz: Mit einem scharfen Messer dünne, leicht unregelmäßige Streifen schneiden und portionsweise bei genügend Hitze anbraten.
- Leichte Schärfe: Pul Biber, Pfeffer und die übrigen Gewürze ergeben eine würzige, leicht pikante Note. Bei Bedarf kannst du die Schärfe nach deinem Geschmack anpassen.
- Am Vortag vorbereiten: Den Seitan bereits garen, abkühlen lassen, schneiden und marinieren. Abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren und kurz vor dem Servieren anbraten.
- Einfrieren: Den gegarten, abgekühlten, geschnittenen und marinierten Seitan vor dem Anbraten portionsweise luftdicht einfrieren. Für beste Qualität innerhalb von etwa 2–3 Monaten verwenden. Über Nacht im Kühlschrank auftauen und anschließend frisch anbraten.
- Reste: Auch bereits angebratene Reste können nach schnellem Abkühlen eingefroren und später in der Pfanne wieder erhitzt werden.
Die grundlegende Zubereitungsidee wurde durch das Seitan-Döner-Rezept von Veggie Einhorn inspiriert. Die Gewürzmischung und Marinade haben wir für Simply A-Vay eigenständig entwickelt und nach unserem Geschmack angepasst.

